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Texte und Fotos: Heiner Fabry / Badische Zeitung
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Zell im Wiesental
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Vorrang für Stadtstraßen
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ZELL. Um den schlechten Straßenzustand ging es unter anderem bei der "Tour de Zell" der CDU-Fraktion. "In den vergangenen Jahren haben wir Einiges für die Ortsteile erreichen können, aber jetzt müssen wir uns dringend um die Straßen der Stadt kümmern", sagte Fraktionssprecher Thomas Schmidt.
Der Weg auf der Stadt-Tour führte über die Schwarzwaldstraße, Gartenstraße und Bahnhofstraße. Tiefe Schlaglöcher in den Straßen, große Löcher und Absenkungen in den Bürgersteigen, zugewachsene Straßenränder und zerstörte Verbundsteine auf Trottoirs gaben beim Rundgang Anlass zu kritischen Äußerungen der teilnehmenden Bürger. "Mittel des Ausgleichsstocks wurden in den vergangenen Jahren für Sanierungen in den Ortsteilen, die Ganztagsschule und für das geplante Bürgerhaus in Mambach vorgesehen", so Schmidt. Dringend erforderliche Straßensanierungen in der Kernstadt habe man aufgrund der finanziellen Situation zurückgestellt. Der Zustand der genannten Straßen stelle mittlerweile ein Sicherheitsproblem dar und müsse dringend behoben werden, stellte die Delegation übereinstimmend fest. Siegfried Kiefer warf die Frage auf: Was bewirkt es, wenn wir Straßen in der Stadt sanieren und was die Sanierung in den Ortsteilen? Wenn Zell seinen Bürgern einen attraktiven Lebensraum bieten und sogar neue Bürger anziehen wolle, sei eine Sanierung der Straßen in der Stadt eine vordringliche Aufgabe. "Wenn unsere Stadt für Neubürger attraktiver wird, profitieren letztendlich auch alle Ortsteile davon", lautete das Votum der Bürger. Da nicht alle Maßnahmen gleichzeitig durchgeführt werden können, ist es dann aber notwendig, die Priorisierung städtischer Straßenreparaturen zu erklären und für Verständnis in den Ortsteilen zu werben, stellte Thomas Schmidt fest. Beim Besuch der Schulen ging der Fraktionssprecher auf die Notwendigkeit der Hallensanierung ein. "Aus heutiger Sicht ist ein Hallenneubau, wie er früher diskutiert wurde, nicht mehr realistisch", stellte er fest. Darum müsse der Sanierung der Stadthalle ein hohes Gewicht zukommen. "Wir sollten Gedanken wieder aufgreifen, ob eine Sanierung nicht mit einer zusätzlichen Verlängerung und Verbreiterung der Halle verbunden werden kann, damit den Bedürfnissen sowohl der Schulen wie der Vereine nach Möglichkeit Rechnung getragen werden kann." Für die verschiedenen Varianten einer solchen erweiterten Sanierung würden jetzt die Kosten überprüft, damit im Rahmen der Haushaltsberatungen über das Projekt beraten werden kann. Bei der abschließenden Besprechung der Tour de Zell ging Thomas Schmidt auf die Frage ein, wo Zell in zehn Jahren stehen werde. Seiner Meinung nach liegt die Zukunft in einer Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit. Eine stärkere Verbindung der Stadt Zell mit Häg-Ehrsberg, Hausen, Schönau und Todtnau sollte dringend geprüft werden. "Angesichts der finanziellen Situation und der Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen wird der Druck auf kleinere Gemeinwesen zunehmen", so Schmidt. "Die Gemeinden, die früher intensiv zusammenarbeiten, haben die Chance, länger in Selbständigkeit zu überleben."
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Alarmiert wegen Realschulplänen
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ZELL. Die Anstrengungen der Stadt Schopfheim, die Friedrich-Ebert-Schule zu einer Realschule umzugestalten, haben bei der CDU-Zell große Besorgnis ausgelöst. Beim Ortstermin in der Kernstadt machte Fraktionssprecher Thomas Schmidt deutlich, dass es um weit mehr als nur um die Zukunft der Montfort-Realschule geht.
"Von den heute etwa 1 200 Schülern der MORZ kommen 40 Prozent per Bahn aus dem vorderen Wiesental, nur 18 Prozent der Schüler sind aus Zell, der Rest kommt aus dem Oberen Wiesental, berichtete Thomas Schmidt anlässlich des Ortsrundgangs in Zell. Sollten die Schopfheimer Bestrebungen erfolgreich sein, so sieht der Fraktionssprecher weit reichende Konsequenzen. Der denkbare mittelfristige Verlust von etwa 350 Schülern würde bedeuten, dass ein Schulgebäude in Zell frei wird, so Thomas Schmidt. Die Folge wäre, dass möglicherweise die Ortsteilschulen geschlossen werden müssten, um die Schüler nach Zell umzuleiten und die dortige Infrastruktur, die mit erheblichen Investitionen geschaffen wurde, auszulasten. "Die größte Gefahr kann aber für die S-Bahn-Anbindung von Zell entstehen", erläuterte der Fraktionssprecher. "Wenn täglich etwa 70 Zugfahrten wegfallen, kann das dazu führen, dass der Bahnbetreiber darüber nachdenken wird, ob sich die Anbindung nach Zell noch lohnt", so Thomas Schmidt, der daran die Frage anschloss, was ein Verlust der Bahnverbindung generell für den Standort Zell bedeutet. "Der schon jetzt prognostizierte Bevölkerungsrückgang in Zell und den Ortsteilen könnte dann bedeutend schneller eintreten als erwartet", betonte Schmidt. "Wir werden deutlich machen, dass wir mit aller Kraft für den Erhalt unserer Schulen und den Erhalt der S-Bahn-Anbindung kämpfen werden", erklärte auch Siegfried Kiefer. Die Auswirkungen einer Realschule in Schopfheim könnten für Zell katastrophale Auswirkungen haben. "Das ist ein Thema, das alle Fraktionen angeht", betonte auch Thomas Schmidt, "dabei sind auch unsere SPD-Kollegen gefordert." Der Fraktionssprecher führte aus, dass die Fraktion eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema fordern wird, zu der alle drei Landtagsabgeordneten, die Rektoren der Zeller Schulen sowie ein Vertreter des Oberschulamts eingeladen werden sollen.
Es geht um die Sicherung der Investitionen in Zell, die wir für eine Ganztagsschule, den Bau der Mensa und die geplante Sanierung der Halle getätigt haben oder noch tätigen wollen", betonte Thomas Schmidt. "Der Bestand des Bildungsstandorts Zell könnte gefährdet werden, mit gravierenden Konsequenzen für die Stadt in ihrer Gesamtheit." Denn wenn eine Realschule in Schopfheim realisiert und erfolgreich betrieben werden kann, werden auch die Gemeinden im Oberen Wiesental über vergleichbare Projekte nachdenken, wird befürchtet.
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Adelsberg
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Bürger auf dem Trockenen
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ADELSBERG. Größere Wünsche der Adelsberger betreffen schon lange einen barrierefreien Zugang zum Bürgerhaus mit Aufzug in den Bürgersaal sowie die Realisierung der Wasserversorgung für den Weiler Blauen. Beim Rundgang der CDU erläuterte Ortsvorsteher Klaus Berger die bisherigen Maßnahmen am Bürgerhaus.
Die Erker wurden schon vor einigen Jahren gemacht, inzwischen wurde auch der Erker am Kindergarten saniert sowie ein Sonnenschutz angebracht, und die Westfassade wurde neu gestrichen.
"Bis auf den Aufzug, den wir gerne für unsere älteren Mitbürger hätten, sind die Sanierungen weitgehend abgeschlossen", berichtete Berger. Als positiv wertete der Ortsvorsteher auch, dass die Nahwärmeversorgung im Dorf weiter ausgebaut wird. Neben den bisherigen drei Abnehmern haben sich vier weitere entschlossen, ihre Wärme aus dem Hackschnitzelheizwerk zu beziehen. Mit zusätzlichen Interessenten werden noch Gespräche geführt. Auch ein weiteres Teilstück der Straße zum Blauen wurde in diesem Jahr neu gemacht. Die Maßnahme konnte mit Mitteln aus dem Ausgleichsstock realisiert werden und wird etwa 450 000 Euro kosten.
Beim Ortstermin machte Klaus Berger darauf aufmerksam, dass die noch fehlenden Leitplanken an einigen Stellen, bei denen der Hang steil abfällt, ein ernstes Problem sind. Allerdings sind diese Leitplanken bereits bewilligt und im Kostenrahmen enthalten. Die Ausschreibung wird jetzt kurzfristig erfolgen, so Fraktionssprecher Thomas Schmidt. Für die Wasserversorgung im Weiler Blauen sind die Abwasserleitungen und Hausanschlüsse verlegt. Allerdings beziehen die Bürger dort ihr Wasser aus eigenen Quellen. Das führt gerade in trockenen Zeiten, wie in den vergangenen Monaten, teilweise zu Wassermangel.
Die Löschwasserversorgung für die Feuerwehr ist ebenfalls nicht ausreichend. "Wir benötigen dringend einen Hochbehälter und den Abschluss der Maßnahme, damit auch Blauen – aktuell der einzige Ortsteil in Zell ohne öffentliche Wasserversorgung – ausreichend mit Wasser versorgt werden kann", sagte der Ortsvorsteher.
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Gresgen
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Zustand der Straßen noch einige Jahre ein Problem
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GRESGEN. "Wir sind in Gresgen ganz gut zufrieden", lautete die Zusammenfassung von Ortsvorsteher Peter Eichin anlässlich des Besuchs der CDU-Delegation auf ihrer Tour de Zell. Problematisch erleben die Bürger in Gresgen allerdings den Zustand einiger Straßen. Sowohl die Straße "Auf der Wicke" wie die Verbindungsstraße nach Hausen müssen dringend erneuert werden. "Der Zustand der Straßen in Zell ist generell ein aktuelles Thema, das uns in den kommenden Jahren noch weiter beschäftigen wird", bestätigte Fraktionssprecher Thomas Schmidt. Die angespannte Haushaltssituation hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass notwendige Straßensanierungen jetzt ein brennendes Problem werden. Das sei nicht nur in Gresgen so, sondern in Zell und allen Ortsteilen. "Wir flicken jedes Jahr die größten Löcher", sagte Ortsvorsteher Peter Eichin zur Straße "Auf der Wicke", aber es helfe alles nichts. "Jetzt muss eine gründliche Erneuerung durchgeführt werden," forderte er. "Auf der Wicke" hat eine besondere Bedeutung auch deshalb, weil sich an ihrem Ende einige Bauplätze befinden und das Dorf sich über Neubürger freuen würde. Weil geklärt werden musste, ob es sich um eine so genannte "historische Straße" handelt, gab es Verzögerungen, erläuterte Erwin Vollmer. "Jetzt ist klar, dass dem nicht so ist." Demnach ist zumindest formal der Weg für eine Sanierung der Straße frei. Eine gute Nachricht für die Besucher hatte Peter Eichin auch. "Im letzten Jahr habe ich berichtet, dass unser altes Rathaus so gut wie verkauft ist", berichtete er, "heute kann ich melden, dass es definitiv verkauft ist." Die neuen Besitzer wollen das Gebäude zum Wohnhaus umgestalten und haben bereits mit den Umbauten begonnen. Ebenfalls positiv beurteilte der Ortsvorsteher die Situation am Bürgerheim. "Hier ist in den letzten Jahren viel gemacht worden". Ein Sonnenschutz wurde angebracht, und das Schlachthaus wurde renoviert und den aktuellen EU-Anforderungen angepasst. Thomas Schmidt bedankte sich bei Peter Eichin für dessen starken persönlichen Einsatz im Dorf und im Gemeinderat: "Wir müssen Zell und die Ortsteile als eine Stadt sehen. Nur wenn wir alle zusammen stehen kann es funktionieren." Peter Eichin: "Wir müssen miteinander sprechen, dann finden wir auch eine gemeinsame Lösung".
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Riedichen
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Riedichen hat ernste Sorgen um die Zukunft
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RIEDICHEN.Einen dringenden Appell richtete Ortsvorsteherin Christa Rätzer an die CDU-Delegation bei der Tour de Zell, die großen strukturellen Probleme der Ortschaften im ländlichen Raum nicht außer Acht zu lassen. "Ich weiß, dass Bürgermeister und Gemeinderat diese Probleme nicht alleine lösen können", betonte die Ortsvorsteherin, "aber dann ist dies ein Appell an die Politiker im Kreisrat, unsere Sorgen aktiv weiter zu tragen." Positiv wertete Christa Rätzer, dass die Wasserversorgung auf dem Geißbühl in Angriff genommen wurde. Derzeit sei das Projekt noch hinter dem Zeitplan, aber es bestehe die Hoffnung, dass die Maßnahme vor dem Winter, spätestens aber im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden kann. "Dann werden wir den Abschluss mit einem Wasserfest gebührend feiern", erklärte sie. Auf der Wunschliste der Ortschaft steht nach wie vor der Erhalt des Bürgerheims an erster Stelle. "Für das Gemeinschaftsleben im Dorf ist der Erhalt des Bürgerheims von sehr großer Bedeutung", erklärte Christa Rätzer. Im Augenblick wird geprüft, ob die notwendige Dachsanierung in Verbindung mit einer Solaranlage auf dem Dach zumindest zu Teilen finanziert werden kann. "Die energetische Sanierung des Daches aber auch der Fenster ist unbedingt notwendig", betonte die Ortsvorsteherin. Bei der Besichtigung machte sie weiter auf den extrem schlechten Zustand des Vorplatzes aufmerksam. Der Belag ist marode, und tiefe Löcher auf dem Platz stellen für Besucher ein echtes Sicherheitsrisiko dar. Die Notwendigkeit einer Reparatur war nur zu offensichtlich, und Thomas Schmidt, Sprecher der CDU-Fraktion versprach, sich für eine kurzfristige Reparatur einzusetzen. Das größte Problem, das Ortsvorsteherin Christa Rätzer und die anwesenden Riedicher Bürger ansprechen wollten, betrifft die Benachteiligung der Dörfer im ländlichen Raum. "Neubürger zu gewinnen, ist ein gewaltiges Problem", so Christa Rätzer, "aber derzeit kämpfen wir auch darum, die jetzigen Bürger zu halten." Schlechte Einbindung im Öffentlichen Personennahverkehr, unzureichende DSL-Verbindung und zu wenig Arbeitsplätze in der Nähe des Wohnorts bewegen immer mehr Menschen dazu, in städtische Bereiche abzuwandern. Dazu kommen gravierende Probleme für die Landwirtschaft. In Riedichen gibt es 292 Hektar Weideflächen, von denen 175 Hektar der öffentlichen Hand gehören. "Heute gibt es noch sechs Landwirte im Dorf", so Christa Rätzer, "aber die Arbeit mit der Offenhaltung der Landschaft ist zu viel Arbeit für zu wenig Leute." Eine weitere Verminderung der Zahl der Landwirte müsse unbedingt verhindert werden. "Unsere Landwirte müssen erhalten bleiben! ", so die Ortsvorsteherin. Sie forderte die Delegation nachdrücklich auf, ihre Möglichkeiten zu nutzen, um sich für die Belange der Dörfer einzusetzen. Thomas Schmidt teilt die Sorgen der Riedicher. "Das ist ein Thema, über das wir immer wieder und mit Nachdruck reden müssen", aber man müsse auch einsehen, "dass die Entscheide in diesen Fragen nicht in Zell getroffen werden."
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Atzenbach
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“Zell braucht mehr Bürger”
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ATZENBACH. Ein großes Lob sprach Ortsvorsteherin Angelika Sprich der Stadt Zell für die in der letzten Zeit durchgeführten Maßnahmen aus. Als dringendste Anliegen für die Zukunft nannte Angelika Sprich eine positive Lösung hinsichtlich des Atzenbacher Parks sowie notwendige Sanierungen im Kindergarten. "Die Sanierung der Halle ist weitgehend abgeschlossen, die Bundesstraße wurde in einem Stück zügig saniert und die Arbeiten an der Aussegnungshalle sind aufgenommen worden", berichtete die Ortsvorsteherin, "damit sind drei wichtige Anliegen, die uns lange beschäftigt haben, erledigt worden." Dafür dankte Angelika Sprich der Stadt und dem Gemeinderat anlässlich des Besuchs der CDU-Fraktion bei ihrer Tour de Zell. Als wichtigste aktuelle Aufgabe sieht die Ortsvorsteherin eine konstruktive und einvernehmliche Lösung zum Verkauf des Atzenbacher Parks. Wie in der letzten Ortschaftsratssitzung diskutiert, liegt ein Kaufangebot des Autohauses Schubnell vor, die den Platz erwerben und als Ausstellungsfläche für Neufahrzeuge nutzen will. Angelika Sprich zeigte beim Ortstermin Planunterlagen und erläuterte, dass die Hecken und Bänke auf dem Platz und somit der Parkcharakter weitgehend erhalten bleiben sollen. Da im Augenblick lediglich eine ebenerdige Ausstellungsfläche vorgesehen ist, würde den Anrainer hinter dem Park auch kein Gebäude "vor die Nase gesetzt". Ein Verkauf des Parks trifft im Augenblick aber auf den Widerstand der Bürger und des Ortschaftsrates. Thomas Schmidt, Sprecher der CDU-Fraktion, dankte der Ortsvorsteherin, dass sie in der sehr engagiert geführten Diskussion im Ortschaftsrat konsequent die städtische Position vertreten habe. "Wir haben Verständnis für die Anwohner", so Schmidt, "aber angesichts der Haushaltssituation der Stadt sollten wir auch alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, diese Situation zu verbessern." Dass kritisiert wurde, der Parkverkauf sei schon unter ihren beiden Vorgängern behandelt worden, sprach die Ortsvorsteherin an: "Aber ich bin der Meinung, die Zeiten und die Menschen ändern sich. Und wenn ein Antrag neu vorgelegt wird, ist es unsere Pflicht, ihn auch wieder neu zu betrachten und zu behandeln." Die Delegation informierte sich bei ihrem Rundgang auch über den Zustand des südlich des Parks gelegenen Laborantenhauses und einer möglichen Erschließungsstraße in das dahinter gelegene Baugebiet. "Diese Frage sollten wir auch mit Dringlichkeit angehen", so Thomas Schmidt. "Die Stadt braucht mehr Bürger, daher müssen wir uns über Baulücken und Baugebiete konkrete Gedanken machen." Beim Besuch im Kindergarten erläuterte die Ortsvorsteherin den Handlungsbedarf bei den Toiletten im Untergeschoss, denn dort haben die Toilettenkabinen keine Türen, und die Waschbecken und Armaturen sind teilweise reparaturbedürftig. Hier soll während der Sommerferien Abhilfe geschaffen werden. Wie mit dem defekten Notausgang aus dem Obergeschoss des Kindergartens verfahren soll, ist allerdings noch nicht klar.
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Pfaffenberg
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Abwesenheit der Ortsvertreter "schlechter Stil"
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PFAFFENBERG. Der Besuch der CDU-Fraktion bei der diesjährigen Tour-de-Zell in Pfaffenberg fand ohne Beteiligung der dortigen Ortsvertreter statt. "Wenn die Gelegenheit nicht genutzt wird, vor den anstehenden Haushaltsberatungen die Anliegen der Ortschaft vorzubringen, heißt das wohl, dass es keine Anliegen gibt", schloss daraus CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Schmidt. Die Delegation hatte sich zuvor auf den Blauen begeben, um sich vor Ort über den geplanten Standort des BOS-Funkmastes zu informieren. Stadtrat Bernd Schneider zeigte die Örtlichkeiten kurz unterhalb des Gipfelkreuzes. Dort wird eine Plattform aufgeschüttet mit einer Abmessung von 30 Metern Länge und 15 Metern Breite, auf der der Schleuderbetonmast von 60 Metern Höhe errichtet werden kann. An diesem Mast werden nur Sende- und Empfangsanlagen für die genannten "Blaulichtdienste" angebracht. Jeder weitere Dienst muss zuvor vom Stadtrat genehmigt werden, erläuterte Bernd Schneider. In der abschließenden Besprechung betonte Thomas Schmidt: "In zwei bis drei Jahren werden auch die Bürger hier der Überzeugung sein, dass der Rat die bestmögliche Variante gewählt hat." Die Alternative wäre ein Stahlgittermast mit einer Höhe von 120 Metern gewesen, der die Landschaft deutlich stärker bestimmt hätte. Oder aber es wären drei Masten errichtet worden, wodurch die kritisierte Strahlenbelastung höher ausgefallen wäre.
In einer schriftlichen Stellungnahme an Thomas Schmidt hatte der Ortschaftsrat bestätigt, dass er gegen die Errichtung eines Funkmastes auf Pfaffenberger Gemarkung ist. Wenn aber ein solcher Mast gebaut werden müsste, dann wäre der jetzt gewählte Standort vorzuziehen. Schmidt wollte dieser Argumentation nicht folgen. "Ich kann nicht gegen etwas sein und gleichzeitig sagen, das hätte ich aber gerne". Siegfried Kiefer schloss sich der Kritik an und nannte die Abwesenheit der Ortsvertreter "schlechten Stil". Die Delegation besuche die Ortsteile, um die Anliegen aufzunehmen, die im nächsten Haushalt berücksichtigt werden sollen. Thomas Schmidt ergänzte: "Es ist die Pflicht des Ortsvorstehers, die Anliegen aller Bürger der Ortschaft wahr zu nehmen. Dafür bekommt er Geld, und nicht wenig. Auch wenn im Stadtrat Entscheide gefällt werden müssen, die einzelnen nicht gefallen, müssen persönliche Empfindlichkeiten im Interesse der Bürger zurückgestellt werden."
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Mambach
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Teure Felsen-Sicherung hat Vorrang
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MAMBACH. Auf der Tour-de-Zell der CDU-Fraktion durch die Ortsteile informierte Ortsvorsteher Klaus Wetzel vor Ort über eine dringend notwendige Hangsanierung am Dorfausgang Richtung Riedichen. Ein Felsstück ist ausgewaschen und droht abzubrechen. Kosten für diese Sanierung, die zwischen 120- und 150 000 Euro liegen könnten, sind im Zeller Haushalt nicht vorgesehen.
Die Delegation informierte sich vor Ort über die Gefahrensituation am Felshang. Die Notwendigkeit zum Handeln war für die Teilnehmer augenscheinlich. Wie die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden können, da eine entsprechende Maßnahme im Haushalt nicht eingeplant ist, konnte Thomas Schmidt, CDU-Ortsvereinsvorsitzender, nicht beantworten. "Hier werden wir beraten und gemeinsam eine Lösung suchen müssen", stellte er fest.
Klaus Wetzel führte die Delegation zur "Großbaustelle" neues Bürgerhaus und erläuterte die laufenden Maßnahmen. Nach langen Diskussionen konnte dank des großen Entgegenkommens der Anrainer eine Lösung für die Feuerwehrgarage und den Gehweg gefunden werden, die allen Anforderungen entspricht. Diskussionen habe es im Ort auch gegeben, warum es nicht möglich gewesen war, das neue Gebäude zu unterkellern. Thomas Schmidt erläuterte, dass für das Neubauprojekt der Kostenrahmen durch das nicht realisierte Sanierungsprojekt vorgegeben war. "Wir hatten eine definierte Kostenobergrenze, die nicht überschritten werden durfte, wenn nicht das ganze Projekt gefährdet werden sollte", erklärte er. Eine Unterkellerung mit zusätzlichen Kosten von etwa 200 000 Euro hätte das Gesamtprojekt in Frage gestellt. Klaus Wetzel berichtete, dass die Aufträge für den Neubau weitgehend vergeben sind und die Erwartung besteht, dass bis Ende November dieses Jahres der Rohbau stehen kann und "das Dach drauf ist und die Fenster drin sind".
Eine erfreuliche Nachricht teilte der Ortsvorsteher hinsichtlich der alten Schmiede mit. Der jetzige Eigentümer habe angeboten, den Schmiedeteil, der noch über die komplette alte Einrichtung verfügt, der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Eine Abklärung mit der LEADER-Gruppe habe ergeben, so Wetzel, dass eine Sanierung die Anforderungen für eine 55-prozentige Förderung durch LEADER erfüllt. Voraussetzung sei allerdings, dass ein Nutzungsvertrag mit der Stadt geschlossen wird und dass die Stadt zehn Prozent der Sanierungskosten in Höhe von 80 000 bis 90 000 Euro übernimmt. Ob das bei der derzeitigen Lage der Stadtfinanzen möglich ist, wollte Thomas Schmidt nicht positiv beantworten.
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